Innovationspreis der Volks- und Raiffeisenbanken geht an Isocal
10.03.2011 15:27
Erfinder des SolarEis-Systems zum Heizen und Kühlen erhält abermals bedeutende Auszeichnung
"Eine Idee wird erst dann zu einer guten Idee, wenn sie in der Verwirklichung ihr wahres Potenzial zeigt“ – mit diesem Leitsatz starteten die Volks- und Raiffeisenbanken ihren diesjährigen Wettbewerb um den „Innovationspreis Mittelstand“ in Baden-Württemberg. Nun steht der Gewinner des begehrten Awards fest: Die Firma Isocal aus Friedrichshafen erhält den mit 25.000 Euro dotierten Hauptpreis für ihr umwelt- und ressourcenschonendes Heiz- und Kühlsystem eines „SolarEis“-Speichers. Die offizielle Verleihung findet am 12. Juli 2011 im Festspielhaus Baden-Baden statt.
Bereits 25 Großprojekte, darunter das sanierte Stuttgarter Stadtarchiv (KK stellt dieses Projekt in der März-Ausgabe vor), und zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser konnten bereits erfolgreich mit dem „SolarEis“-Speicher ausgerüstet werden. Die Zahl der Anfragen aus aller Welt für weitere Projekte übersteigt unterdessen die Tausendermarke. Wer mehr über die Einsatzmöglichkeiten der „SolarEis“-Technologie erfahren möchte, kann sich bei täglichen Fachvorträgen von Isocal auf der Frankfurter ISH vom 15. bis 19.März informieren (Halle 11.1, Stand D05).
Mit der neuartigen Technologie können Gebäude aller Art nicht nur CO2-neutral, sondern auch kostensparend beheizt und gekühlt werden. Möglich macht dies eine Kombination aus unterirdischem Wassertank, einem Solar- und Luftkollektor sowie einer speziellen Wärmepumpe. Diese nutzt das erdwarme Wasser zum Heizen der Räume, während unter der Erde langsam ein mächtiger Eisblock entsteht: „Die hierbei auftretende Kristallisationswärme bringt physikalisch gesehen so viel Energie wie man benötigt, wenn man Wasser von null auf 80 Grad Celsius erhitzen will,“ erklärt Erfinder und Isocal-Geschäftsführer Alexander von Rohr (Bild). Dabei gelingt es dem Diplomingenieur die normalerweise beim Gefrierprozess zu beobachtende Sprengwirkung des Eises zu beherrschen, indem das Wasser beim „SolarEis“-System nicht von außen nach innen gefriert, sondern von innen nach außen. Das „thermische Abfallprodukt“ Eis kann auf diese Weise erstmals als wirkungsvolle Energiequelle für die Gebäudetechnik genutzt werden.
Zu deren 17 Jury-Mitgliedern zählen namhafte Vertreter der mittelständischen Wirtschaft und ihrer wichtigsten Einrichtungen in Baden-Württemberg – darunter die Präsidenten des Handwerkstages und des Genossenschaftsverbands, Joachim Möhrle und Gerhard Roßwog, der Leiter der Abteilung Mittelstand beim Stuttgarter Wirtschaftsministerium Professor Markus Müller, Ingrid Beeg vom Verband Deutscher Unternehmerinnen sowie der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Stuttgart, Andreas Richter. Einen „kritischen Blick“ warfen auch zwei Vertreter aus Wissenschaft und Medien auf die insgesamt 90 Bewerbungen: der Präsident der Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung, Professor Hans-Jörg Bulliger, und der Chefredakteur Fernsehen des Südwestrundfunks, Michael Zeiß.
Für Isocal ist es nicht die erste Auszeichnung dieser Art: Bereits im Jahr 2006 gewann die damals noch junge Heiz- und Kühltechnik den „Innovationspreis der Deutschen Gaswirtschaft“. Im Sommer 2010 erhielt das Unternehmen für die Erfindung des „SolarEis“-Speichers den Innovationspreis des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Schließlich wurde Isocal im November letzten Jahres von Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister mit einer Anerkennung im Rahmen des „Dr.Rudolf-Eberle-Preises“ geehrt. Und auch bei der diesjährigen regionalen Ausschreibung des Mittelstandspreises belegte Isocal einen Platz unter den drei besten Bewerbungen.
Bereits 25 Großprojekte, darunter das sanierte Stuttgarter Stadtarchiv (KK stellt dieses Projekt in der März-Ausgabe vor), und zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser konnten bereits erfolgreich mit dem „SolarEis“-Speicher ausgerüstet werden. Die Zahl der Anfragen aus aller Welt für weitere Projekte übersteigt unterdessen die Tausendermarke. Wer mehr über die Einsatzmöglichkeiten der „SolarEis“-Technologie erfahren möchte, kann sich bei täglichen Fachvorträgen von Isocal auf der Frankfurter ISH vom 15. bis 19.März informieren (Halle 11.1, Stand D05).
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